roverandomquartett


Neue Gärten, die es erlauben im Leeren den Sinn selbst zu erschaffen.

(aus Silke Scheuermann, Lyrikband: Skizzen vom Gras)


Die Musikerinnen und Musiker treten meist mit Videoinstallationen auf, die mit ruhender Kamera aufgenommen sind.

Sie spielen dabei oft hinter einem halbtransparenten Gazeschleier auf dem, im Raum schwebend, der Videofilm zu sehen ist. Der Originalton des Videos wie etwa Hundegebell, Wasserrauschen, Gesang des Taxifahrers wird dazu geblendet oder schweigt zur Musik.

Musikalische Improvisation und Inspiration

Die Musik ist keiner Stilrichtung zugeordnet. Klassische Musik, moderne Klassik, minimal music, Jazz und Popmusik, all das scheint durch. Bettina und Katharina kommen aus der klassischen Musik. Hans hat in der Band von Cecil Taylor in Manhattan und mit William Parker und Peter Kowald gespielt. Bernhard kommt aus der Weltmusik.

Durch das im Raum stehende Videobild entsteht eine Räumlichkeit, ist auch ein Theater oder ein Guckkasten angelegt und zu sehen mit besonderer Ästhetik.

Vordergrund

Die Gewohnheit des Sehens eines Konzertes wird durchbrochen, die Musiker sind nur zu ahnen oder teilweise zu sehen. Die Musik geht zusammen mit dem Videobild, interpretiert dieses Bild in sehr ungewohnter oder auch in detailgenauer Übersteigerung.

Etwas völlig Neues schält sich aus den Bestandteilen. Es hat aber auch den Hauch Laterna Magica und Hologramm, der ausgezeichnet zu der Dramatik, Feierlichkeit und dem Witz der durchkomponierten Musik mit kurzen Improvisationsfetzen des Roverandom Quartetts passt.

Besetzung

  • Die Instrumente: Geige, Cello, Trompete, Waldhorn, Muschelhorn, Alt-Saxophon, mehrstimmiger Gesang, E-Gitarre, Akkordeon, Percussion und Schlagzeug.
  • Die Musiker: Bettina Wojtalla, Katharina Müller, Hans Eberle und Bernhard Breitung.